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星期三, 十一月 12, 2008

Die Macht der Definition!

Geschichte ist schon lustig, vor allem wenn es mal wieder hier darum gehen soll Irrtümer aufzudecken! So habe ich bereits die Deutschlandweite Verschwörung der Nazibäume aufgedeckt, mich rühmlich und aktiv an der in Deutschland so beliebten Geschichtsfälschung beteiligt und habe am richtigen Ort zur rechten Zeit die richtige Frage gestellt - oder um es kurz zu machen: Ich habe bereits zur Genüge bewiesen, daß es sich hier um einen augezeichneten Geschichtsblog handelt!

Heute soll es aber mal nicht um die gute alte Deutsche Geschichte gehn sondern um Amerika - auch ein immer gern gesehenes Thema in Deutschland, vor allem wenn es um ordentliches Antiamerikanisches Rumgebashe geht! Doch ich wollte Irrtümer aufdecken und nicht nur blind und blöd auf Amerika rumkloppen.

In vielen Verschwörungstheorien wird unter anderem Benjamin Franklin in illustere Kreise gesteckt, doch was meist völlig ignoriert wird ist welche Rolle Abraham Lincoln bei der ganzen Sache spielt. Denn wenn nach der Definition der Demokratie gefragt wird, wird oft die gute alte Gettysburg Address aus dem Hut gezaubert und ein fröhliches: "Of the People, By the People, For the People!" daherzitiert.

Doch wird hier völlig vergessen, daß Linceln ja nicht doof war. Ich meine, wo kommen wir denn hin wenn eine Regierung tatsächlich aus dem Volk stammt und dann noch durch das Volk für das Volk arbeitet. Das wäre ja völlig Verrückt! Das wusste bereits der gute alte Πλάτων als er seinen Σωκράτης in der πολιτεία ganz klar erkennen lässt, daß es ja nicht sein kann daß der doofe Pöbel Politik macht! Vielmehr sollten es doch gerade die sein, die Regieren, die auch wirklich Ahnung davon haben - nämlich die Philosophen!

Und ganz in dieser Tradition hielt auch Lincoln seine Rede in Gettysburg. Schnickschnack von wegen Democracy und dem ganzen of-by-for-Gelabere! In Wirklichkeit sprach Lincoln davon, daß es vielmehr eine Democrazy wäre, wenn denn tatsächlich of-by-for the people regiert würde.

Vielmehr stellte er in diesem rhetorischen Meisterwerk heraus, daß in einer wirklichen Demokratie die Politik vom Pöbel ferngehalten werden müssen, die Leute vielmehr ge- und verkauft werden sollten um sie somit in die Totale Verarmung zu treiben!

Eben: Off the People, Buy the People, Poor the People!

Und damit wäre auch dieser Tag gerettet, dank sei ....dem Gnadenlosen Enthüllungsjornalismus!

星期五, 五月 09, 2008

No sex, please!

Gerüchte haben mir zugetragen, daß Chinesen im Allgemeinen nicht nur die Unterhaltung über Themen wie körperliche Liebesbezeugungen unangenehm ist, sondern, daß Chinesen darüber hinaus auch kein Interesse am eigentlichen Vollzug körperlicher Liebesbezeugungen haben. Für uns, irgendwo am Rand des Babylonischen Sündenpfuhls mag das vielleicht schwer verständlich sein, doch ich bin auf die Suche nach Verifizierung gegangen und tatsächlich fündig geworden.

Erstens ist schon eine Unterhaltung über Händchenhalte mit Gekichere garniert. Dabei ist noch nicht einmal ein Geschlechterunterschied festzustellen - ist eben doch ein Land mit tatsächlicher Gleichstellung der Geschlechter. Ist man dann doch irgendwann durch die Kichermauer (daß es hier auch immer Mauern geben muss, tss tss) gedrungen kann man dann erfahren, daß dieses Thema selbst unter engen Freunden nicht unter den Top 100 landet.

Konischerweise sieht man allgegenwärtig Päarchen in Parks aufeinanderhocken. Theorie und Praxis werde wohl unterschiedlich bewertet, oder meine Erhebung war nicht wirklich repräsentativ. Auch egal, selbst unter diesen Umständen wurde mir beteuert, daß es in China darum geht, die wahre Liebe zu finden, und die wahre Liebe ist eben von Körperlichkeit unabhängig - quasi rein in einem christlichen Verständnis.

Na da kommt doch der gute alte Enterovirus 71 gerade recht. Kurz bevor die Jugend in eklig, niedere, westliche Sündenpfuhlgepflogenheiten abzurutschen droht steht die Maul- und Klauenseuche der wahren, reinen Liebe zur Seite. Und auch ich wurde per e-mail darüber aufgeklärt, wie ich mich vor einer Ansteckung schützen kann: Hygiene!

Das bedeutet übrigens: "Wash your hands frequently and thoroughly with soap and water." - Hände waschen mit Wasser und Seife? Na, wenn das mal nicht übertrieben ist. Doch weiter im Warnungstext: "Don't share food, drinks or eating utensils." - Mein Essen teilen? Ne, doch nicht in einem Land mit verordneter Vollbeschäftigung! Jetzt noch ein wenig ins medizinische abgleiten: "Disinfect contaminated surfaces and items by washing with a diluted chlorine-containing product." - Desinfizieren? Super Idee! Da muss man erst mal draufkommen! Und zum Abschluss noch kurzerhand die Rettung der öffentlichen Moral: "Avoid close contact such as kissing and hugging." - Puh, damit wäre der Werteverfall wenigstens für diesen Sommer aufgehalten!

Und damit wäre auch dieser Tag gerettet, dank sei ....dem Enterovirus 71!

星期四, 五月 08, 2008

Stetig unstetig!

Na prima! Da trifft sich endlich der Dalai Lama mal wieder mit dem Zentralkommitee - oder besser gesagt, das ZK trifft sich endlich mal wieder mit dem Dalai Lama und schwupps muß auch schon die Proxilösung wieder herhalten: .blogspot.com ist wieder gesperrt. So ist es eben, die KP in C hat dem Drück des IOC nachgegeben und die .blogspot.com-Adressen freigegeben und weil sie dem Druck nach einem Gespräch nachgegeben haben, wird das eine wieder zurückgenommen.

Und das von der Einheitspartei verhasst Wikipedia bleibt frei. Ein Grund liegt wohl darin, daß in Wikipedia bestimmte Schlüsselbegriffe gesondert blockiert werden können - auch wenn die deutschprachige Wikipedia, wie ich bereits erwähnt habe, mir alles über Tibet verraten hat. So wie es scheint, gibt es noch viele Lücken in der Great Firewall zu stopfen. Man fragt sich schon fast, ob das nun ein ordentlicher Überwachungsstaat sein soll - oder ob die 56-köpfige Familie ein wachsameres Familienoberhaupt benötigt. Das Grenz doch schon fast an Verweigerung der Fürsorgepflicht!

Auch egal, immerhin gibt es genügend Menschen im Land, die dabei mithelfen den Mißstand, daß deutschsprachige Propaganda nur so durch Netz wabern kann, zu beseitigen, indem zukünftigen Parteimitgliedern ordentliches Deutsch beigebracht wird. Und wenn ich wollte, konnte ich hier der Polemik noch einen aufsetzen und behaupten, daß unsere Mauer wenigstens Funktioniert hat. Aber erstens hab ichs nicht so mit Polemik und zweitens wars ja nicht unsere gesamtdeutsche Mauer - wie so alles in Deutschland immer zur Teilschuld heruntergebrochen wird.

Schuld sind eben immer die anderen, wie JFT bereits hier angeführt hat.

Damit sei auch dieser Tag gerettet, dank sei ....dem Dalai Lama!

星期二, 四月 15, 2008

Auf einem Auge blind!

Hmmmm, das ging jetzt aber mal schnell. Seit gestern ist hier wieder nix mehr mit dem Aufrufen von Web-Adressen mit der Bezeichnung ".blogspot.com". Wie es scheint hat das IOC doch keinen so großen Eindruck auf die chinesische Regierung ausgeübt wie erwartet.

Wikipedia hingegen darf sich auch weiterhin darüber freuen, von hier aus erreichbar zu sein. Die Frage, was jetzt wichtiger ist - Wikipedia oder ein ordenlticher und informativer Blog - ist nur rethorischer Art. Ganz klar ist ja wohl: Wikipedia verfügt zwar über mehr Einträge, doch das wirklich nutzvolle Wissen gibt es eben dann doch nur bei mir!

Und mit diesem Statement sei auch das geklärt und der Tag gerettet, dank sei ....dem IOC? - Ne. laß mal!

星期一, 三月 03, 2008

Unaufhaltsamer Rückblick!

So langsam flutsch es wieder, auch wenn es anscheinend niemand so richtig gemerkt hat. Aber auch egal! Hier wird ja nicht gebloggt, um von der jubelnden Masse den wohlverdienten Lohn zu bekommen, sondern aus purem Eigennutz.

Heute soll es mal um Rambo gehn, genauer um Rambo 4! Vermutlich kennt den der eine oder andere schon, Deswegen verwundert es die, die ihn schon kennen nicht wenn ich hier schreibe, daß der recht brutal ist, also nicht nur Rambo im allgemeinen sondern gerade der vierte Teil im speziellen!

Auf außergewöhnlich großartige Sätze wie: "Um den Krieg zu gewinnen, muß man selbst zum Krieg werden!" - der Spruch stammt übrigens aus dem zweiten Teil - wartet der geneigte Gewaltvoyeur allerdings vergeblich, oder ich hab das grauenhafte englische Genuschel von Rambo nicht so ganz verstanden. Dafür knüpft der vierte Teil wieder irgendwie an den ersten an. Immerhin spricht John Rambo immer davon, daß die Missionare doch bitte wieder nach Hause gehen sollen.

Alles in allem ist Rambo im vierten Teil älter als in den Teilen davor - was allerdings nicht verwundert - aber auch wesentlich aufgeblähter - was allerdings nur den wundert, der immernoch glaubt, Sylvester "Sly" Stallone hätte mit Steroiden nichts am Hut. Woher John Rambo allerdings Steroide herbekommen soll, bzw. wozu John Rambo überhaupt Steroide nötig hat, ist zum einen für den Film völlig nebensächlich und wird deswegen nicht weiter geklärt. Die ganze Steroid-Abschweife kann also getrost überlesen werden.

Aber nicht nur Rambo in persona können gesteigerte Attribute wie älter und aufgeblähter zu gesprochen werden, sondern auch dem Teil 4 itselfe: Er ist brutaler, irgendwie auch "realistischer" (was auch immer das im Zusammenhang mit Rambo bedeuten soll), und vor allem kürzer als die vorangegangenen Teile, auch wenn es gerade mal der dritte Teil über die 90-Minuten-Marke geschafft hat. Ich hoffe nur, daß die Zensur nicht noch mehr wegschnippelt, denn sonst sieht man Rambo nur in seinem Boot am Motor stehen und ab und an mal "Go Home!" mit manchmal mehr, manchmal weniger Nachdruck nuscheln. Als Textlastig würde ich Rambo 4 in keinem Fall bezeichnen, so wie eigentlich keinen der Rambo-Teile.

Was den Tiefgang dieses vierten und letzten Teil der Rambo-Saga angeht, behaupte ich einfach mal frisch heraus, daß es sich irgendwo in der Nähe zum Niveau dieser Review bewegt. Gegenteilige Meinungen nehme ich gern zur Kenntnis, auch wenn ich befürchte, daß auch diesen Kampf nur einer gewinnen kann.

Und damit sei auch dieser Tag gerettet, dank sei ....John Rambo!

星期四, 六月 14, 2007

Was ich von Soldaten nicht hören will!

Gestern habe ich mir aus Faulheit eine Dokumentation über riesige Maschienen auf N24 angekuckt. Faulheit deswegen, weil ich grad so bequem vor der Glotze lag und nicht umschalten wollte, denn zum Umschalten hätte ich ja aufstehen müssen, denn ich besitze keine Fernbedienung. Egal, denn die Dokumentation startete vielversprechend, mit dem Satz:
"Es kommt eben doch auf die Größe an!"

Die Dokumentation selbst war nicht sonderlich spannend, wären da nicht zwei Soldaten gewesen, die Dinge sagten, die ich nie aus dem Mund eines Soldaten hören wollte, und auch nie wieder hören will - ganz abgesehen, was ich von Soldaten und Militär sonst so halte: nämlich gar nichts!

Der erste Satz kam von einem recht jungen Marineoffizier, der den größten Flugzeugträger der USA fährt. Der meinte: "Wenn ich darüber nachdenken würde, was ich da mache, dann könnte ich es nicht mehr. Also stelle ich mir einfach vor es ist ein Videospiel und vertraue auf mein können." - Eklig, Pfui, Schäm Dich!

Weitaus fieser erwies sich allerdings ein weitaus höherrangiger Was-auch-immer. Der pries unentwegt diesen ach so tollen Flugzeugträger an und prahlte schon fast damit, was diese Todeswaffe so alles kann. Und dann ging er dazu über, zu erklären, wozu dieser Flugzeugträger und seine Besatzung (6.000 Soldaten) gebaut wurde: "Wir sind dazu da, dem Gegener durch internationale Gewässer den Krieg ins eigen Land zu bringen" und dann noch Sinngemäß folgendes: "Wir sind dazu da, Menschen die anderer Meinung sind dadurch [militärische Mittel] von unserer Meinung zu überzeugen. Dafür werfen wir auch Bomben." - Hier geht sogar mir das Gefühl für Ekel völlig aus - hier bleibt nur noch Entsetzen.

Es ist ja nicht so, daß ich nicht wüßte wofür eine Militärmacht ihre militärische Stärke einsetzt, und daß das auch die Soldaten wissen. Aber daß mir ein alter Mann mit einem Lachen im Gesicht etwas sagt, was jeder X-belibige Terrorist (jetzt mal nur aus der Sicht des alten Militärfutzies) auch sagen würde, und sich dann noch im Recht fühlt, weil er einen Staat, der ihm diese Befehle gibt als Legitimation ansieht, andere Menschen mit Gewalt und Bomben zu überzeugen? Setzen, 6!

Soldaten und ihre wirren Hirne zu retten wäre etwas viel verlangt, aber den Tag retten, das schaff ich hoffentlich noch, dank sei .......der "brain laundry"!

星期三, 五月 23, 2007

Tipps für angehende Aushilfsregisseure!

Aus gegebenen Anlaß - ich durfte als Kulissenschieber einer Musical-Ag in einer Schule assistieren - hier ein paar einfache Tipps, wie regisseur sich Streß im Vorfeld sparen kann:

  1. Licht: Die Lichstimmungen, bzw. das korrekte Ausleuten der Bühne am Besten nicht in einer Probe vornehmen, Sondern in einer gesonderten Lichtprobe mit einem Statisten, der sich überall auf der Bühne - ganz nach Anweisung - hinstellen kann. So können zum Beispiel die störenden und Unschönen Schatten im Gesicht vermieden werden. Je komplizierter die Lichtstimmungen sein sollen, umso sinnvoller ist eine komplette eigene Probe ganz nach dem Ablauf des Stücks.
  2. Ton: Wer in seinem Stück akkustisch nachhelfen möchte, sollte am Besten einen ersten Soundcheck ohne Nebengeräusche machen. Wer sich Mikrophone gönnen möchte sollte die am Besten auch überall auf der Bühne testen, um Rückkopplungsfallen auszuschließen. Wer unbedingt mit einem Headset arbeit will: Baterien prüfen! Am Besten noch einmal kurz vor dem Auftritt. Mit einer Liveband wird die Sache natürlich etwas komplizierter. Am Besten alles über eine Anlage laufen lassen, denn einzeln aufgestellte Amp`s sind recht schwer zu regeln.
  3. Bühnenbild: So einfach wie möglich. Prinzipiell sollte nicht allzuviel rumgeschleppt werden, denn hier liegt auch eine Fehlerquelle während des Auftritts. Bilder zum Umklappen sind meistens sehr effektiv.
  4. Umbau: Beim Umbau sollte jeder der beteiligt ist, genau wissen was er/sie macht, bzw. jeder hat seinen Job. Dabei sollten auch die Schauspieler Verwendung finden, denn die sind meist vor einem black noch auf der Bühne und können so ganz einfach mal was mitnehmen.
  5. Schauspieler: Haben, wenn sie längere Zeit nicht auftreten, hinter der Bühne nichts verlohren. Am Besten einen Ausweichort einrichten, sonst ist das Quatschen auch vorn zu hören.
Na dann kanns ja mit der kreativen Flut an Laientheater losgehn!

Und wieder ist der Tag gerettet, dank sei ........Samuel!

星期四, 五月 10, 2007

Ein Fall für die Gedankenpolizei...

Gestern gönnte ich mir aus purer Lust mal eine Dokumentation über die letzten Tage vor Kriegsende des 2. Weltkrieges. Dabei schaute ich zur Abwechslung mal nicht durch die bekannten knoppschen Augen, sondern durch die vom Kronzucker. Alles in allem, wie ich mir das erwartete - nichts Neues! Ne Schmalspurdoko eben.

Eins hat mich dann doch noch etwas wachgerüttelt. Ein alter Mann erzählt von seiner Zeit als Hitlerjunge beim Volkssturm. Er gesteht ein, bis zuletzt, also bis der Tod Hitlers bekannt wurde an den Endsieg geglaubt zu haben, "auch wenn das jetzt verrückt klingt". Dann erzählt er von einem Erlebnis. In den weiteren Hauptrollen: Sein Nachbar, dessen Panzerfaust, ein Gewehr, ein russischer Panzer, der Panzerführer. Die Geschichte hörte sich in etwa so an (leider kein O-Ton):

Der Hitlerjunge und sein Nachbar gehen mit der Panzerfaust des Nachbarn auf Panzerjagd, lauern hinter einem Erdhügel an einer Straßenecke, und als der Panzer dann ca. 10 Meter von ihnen entfernt an ihnen vorbeifährt drückt der Nachbar ab. Der Panzer explodiert, fängt Feuer, und der Hitlerjunge und sein Nachbar hören die Schreie der verbrennenden Soldaten. Als der Panzerführer die Luke oben öffnet und rausklettern will, drückt der Hitlerjunge ab und der Soldat kippt vorn über. "Das war der einzige Schuss, den ich in diesem Krieg abgefeuert habe."


Soweit die Geschichte. Eigentlich nichts wo es sich lohnt weiter darauf einzugehen, bis eben auf den algemeinen Duktus der Geschichte und den letzten Satz - den habe ich mir deshalb auch gemerkt.

Der alte Mann kommt im ersten Moment eigentlich nicht unsympatisch rüber, für jemanden, der einem gerade erzählt, bis zum letzten Stündchen Hitlers an den Endsieg geglaubt zu haben. Der ehemalige Volksstürmer kommt ein bißchen so rüber, als hätte er was aus der ganzen Sache gelernt und mensch möchte ihm diese Jugendsünde verzeihen. Der letzte Satz und die Art, wie er erzählte sprechen aber eine andere Geschichte.

Der Duktus des Erzählens erinnert an eine Märchenstunde - so war das eben. Der letzte Satz wirkte allerdings wie ein entschuldigendes Statement, daß das einzige, was ihm am 2. Weltkrieg anzulasten ist, dieser eine Schuss ist, den er auf einen Soldaten abgefeuert hat. Aber das kann es ja wohl nicht sein. Soldaten, und zu einem solchen hat er sich durchaus willig gemacht, sind eben nicht nur für die Schüsse, die sie abfeuern verantwortlich. Er machte sich zu einem Vertreter eines Weltbildes, das nicht akzeptiert werden kann, nicht akzeptiert werden darf. Und er hätte verbittert weitergekämpft, wenn er nicht erfahren hätte, daß sein Führer Tod ist. Der alte Mann hatte seine eigentliche, unverzeiliche Jugendsünde gar nicht realisiert oder gar in Frage gestellt - so war das eben.

Aber darum gings in der Doko ja auch nicht. Es ging eben um einen x-belibigen Krieg, bzw. um dessen Ende. Die Russen haben ja auch verbittert um Stalingrad gekämpft, wieso also nicht die Deutschen um Berlin? - Vielleicht weil Berlin die Hauptstadt von Nazi-Germany war und es ohne diesen oder einen späteren Angriff auf Berlin nie zu einer Kapitulation gekommen wäre?

Mein Fazit zur Sendeung: Ob ich mir nun Kronzuckers, Knopps oder Fests & Eichingers Version anschaue ist eigentlich egal. Lücken haben sie alle und hinterfragt wird auch nicht wirklich - dafür war das dritte Reich wohl doch nicht schlimm genug.

Dafür ist aber dieser Tag gerettet, dank sei ........der Aufarbeitung der Vergangenheit!

星期五, 五月 04, 2007

Erschreckendes Getränk!

Julius hat es sehr treffen formuliert:

"Terrorismus und Religion, das ist wie Wein und Dekanter."

Diesen Satz sollte mensch sich ruhig mal auf der Zunge zergehen lassen.

Aber was steckt alles drin, in dem schmackhaften Satz? Ich könnte hier die Analogieen "Terrorismus gleich Wein" und "Religion gleich Dekanter" ein wenig ausarbeiten, oder auf die Beziehung der einzelnen Elemente zueinander eingehen, aber das wäre nicht mein Stil. Deswegen möchte ich gleich zum Kern der Sache vordringen:

Der Terrorismus mag ja ganz berauschend sein (wie der Wein), aber sein volles Aroma entwickelt er erst in der Religion (dem Dekanter). Na dann Prost!

Und mit dieser Erkenntnis ist auch dieser Tag gerettet, dank sei .....L´Osservatore Romano!

星期二, 四月 24, 2007

Ich sprühs an jede Wand....

In einem Fenster erblickte ich ein Plakat, was sich später dann als Sprayer-Schablone entpuppte:



Etwas verwirrend fand ich allerdings die "Nutzungsbedingungen" (Update 2) der Schablone: Namensnennung des Authors als Pflicht bei der Verbreitung eines Grafitties?

Bei der weiteren Internetrecherche fand ich noch das hier:



Und hier noch ein Link zum Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung!

Und dann noch ein Link für die Nichtspeicherung von IP-Adressen!

Also wenn diese Erkenntnis nicht den Tag rettet, dann schaffts nur noch Bonifatius!

Die Rinde von den Augen!

Gestern abend gönnte ich mir im öffentlich rechtlichen Fernsehn eine kleine Dokumntation über die ältesten Bäume Deutschlands. Natürlich erwartete ich nicht, daß meine eigene Baumforschung erwähnung findet, denn es sollte ja um alte Bäume gehn, nicht um politische.

Gestaffelt von vergleichsweise jungen Bäumen, hangelte sich die Dokumentation zu immer älteren Bäumen und gelangte so auch zur Eiche, die zwar alterstechnisch von der Tanz/Dorflinde überragt wird, aber sonst der Dokumentation folgend voller Mythen steckt. Ich habe die Bilder von knörrig verknoteden Wurzeln und skuril gebildeter Rinde auf mich wirken lassen, hörte das ewige festhalten des Dokumentationssprechers an der ominösen 1000-Jahresmarke nur noch aus weiter Ferne, wurde eins mit dem Programm, als es mir wie Rinde von den Augen fiel: Mir war endlich klar, was Hitler eigentlich sagen wollte!

Auch Hitler war anscheinend von alten Bäumen besessen, so wie von vielem anderen auch: der Weltherrschaft, Okkultismus, dem Teufel. Diese Bessenheiten würde zwar zu dem immer konstruierten 1000-Jährigen Reich passen, aber nicht zu den Bäumen. Deswegen die These: Hitler wurde immer falsch verstanden! Er sprach nicht von einem 1000-jährigen Reich sondern meinte eigentlich eine 1000-jährige Eich!

Bleibt die Frage, was er damit meinte, diese errichten zu wollen?

Und damit ist auch dieser Tag gerettet, dank sei .......Bonifatius!

星期四, 四月 12, 2007

Wer den Wecker stellt...

...erwacht zu einem vorherbstimmten Zeitpunkt! - aus: "Weisheiten, die die Welt bitter nötig hat!", einem Buch, das es bitter nötig hätte, geschrieben zu werden! Glaube ich zumindest!

Apropos Glaube:

Bei Julius findet sich eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Glaube. Der Beitrag den ich meine nennt sich selbst: "Kannste Glauben oder nicht". Und dann wäre da noch der Kommentarbereich mit dem Prädikat: Besonders Lesenswert!

Beflügelt davon, blätterte ich mal wieder in einer Ausgabe von "Erwachet!". Mich interessierte vor allem eine der Titelgeschichten der aktuellen Ausgabe, wo es um Vorbestimmung geht. Für den genauen Titel habe ich mir allerdings keinen Hirnspeicherplatz nehmen lassen, und die Ausgabe selbst ist auch schon wieder auf dem Weg alles Zeitlichen, weswegen ich die Argumentation aus dem Kopf wiedergeben muß - dafür war noch Platz!

Es geht also darum, ob Gott alles vorherbestimmt hat. Da Gott durch seine Allwissenheit eh schon alles weiß, folgert "Erwachet!", dürfte es folglich für den Menschen egal sein, was für ein Leben er führt, oder ob er mit dem Rauchen anfängt oder nicht (das steht da wirklich). Die Vorherbestimmtheit auf diese Weise ausgelegt (es gibt auch andere Modelle, die aber Stellenweise mit einer fraglichen Logik arbeiten) lehnen die Zeugen Jehovas allerdings ab, denn dann gäbe es ja auch keine Umkehr vom freien Willen des Menschen aus, denn wer umkehrt, würde ja auch nach seiner Vorherbestimmtheit umkehren und nicht aus freiem Willen. Außerdem wäre es dann auch keine Überraschung für Gott. Soweit, so Klar!

Wie löst aber "Erwachet!" das Problem? Ganz einfach: Es stellt die Frage, ob Gott bei der Erschaffung von Adam und Eva von deren Sündenfall nicht schon hätte wissen müssen, und beantwortet diese Frage mit einem klaren: Nein! Dann wäre das schonmal geklärt: Gott ist also nicht Allwissend.

Bleibt allerdings die Frage, warum die Zeugen Jehovas ein unvollkommenes Wesen anbeten?

Un damit wäre seit Langem wieder ein Tag gerettet, dank sei .....der Prädestination!

星期二, 四月 03, 2007

Nazibäume!

***** Achtung Satire! *****

Ich hatte unlängst Besuch von einem Forstwissenschaftler. Beim gemeinsamen Spaziergang durch die Groß-, Innen und Randstadt kamen wir auch durch den West-Park. Hier machten wir eine schreckliche Entdeckung: Eine Kastanie war mit einem Hakenkreuz beschmiert! - Das dachten wir zumindest.

Zuhause - das schreckliche Ereignis noch nicht ganz verarbeitet - machten wir uns an die Recherche und entdeckten Grausames. Wir fanden heraus, daß sich neben der Kastanie und der Ross- oder Esskastanie, eine weitere Kastanienrasse gebildet hat:

Die SS-Kastanie!


Aber nicht nur diese Baumart im Deutschen Wald wurde von der nationalsozialistischen Propagande eingenommen. Dieses Phänomen erstreckt sich quer durch alle Baumgattungen. So gibt es bereits eine weitere Ahornart:

Den SA-Horn!

Leider gibt es vom SA-Horn noch keine Bilder, da sich der SA-Horn im Gegensatz zur SS-Kastanie hauptsächlich im Verborgenen aufhält. Dafür fanden wir bei der Recherche das geheime SA-Horn-Abzeichen, mit dem sich der SA-Horn in Versammlungen schmückt:



Besonders auffällig ist beim SA-Horn, daß er es ist, der die Propagande bis in die Baumschulen trägt. So entstanden in den letzten Jahren immer mehr Freie Baumschaften, die besonders jüngere Bäume ansprechen sollen.




Neben der SS-Kastanie und dem SA-Horn mit seinen Freien Baumschaften sind bereits die NSDA-Pappel, die Großdeutsche Eiche und der Granat- oder NSD-APfel bekannt - und es werden immer mehr!

Wie es zu diesem Rechtsruck im Deutschen Wald kommen konnte, ist noch fraglich. Eine Theorie besagt, der Rechtsruck sei eine Reaktion auf das Waldsterben, eine andere Theorie, daß die Bäume noch nicht gemerkt haben, daß der Krieg zuende ist. Ein dritte Theorie spricht davon, daß sich in der Baumwelt nur die Menschenwelt widerspiegle.

Und mit einem Aufruf zum Widerstand sei auch dieser Tag gerettet, dank sei .....dem Borkenkäfer!

***** Satire Ende! *****

星期一, 三月 05, 2007

Weggeputzt!

Am Sonntag war es soweit:

Meine speziell favorisierte Rugbydame legte ihren ersten Try und machte neben ihren ersten perfekten Mördertackle auch noch eine richtig gute Figur auf dem Platz - und das ganze in ihrem ersten Spiel!

Einwürfe derart: "War doch nur ein Freundschaftsspiel!" oder ähnliches werde ich (hiermit angekündigt) gediegen ignorieren. Freundschaftspiel hin oder her! Blaue Flecken und blutende Wunden sprechen eine deutliche Sprache!

Das Spiel itselfe fand zwischen dem RC Maasland aus Maaseik und den Rugbeez aus Aachen statt.

Unorthodoxerweise war es ein 9er-Spiel über "vier Halbzeiten [sic!]" - erfreulicherweise endete es 111:0 für die Rugbeez!

Damit brauche ich wohl nicht weiter erwähnen, zu welchem Team die von mir speziell favorisierte Rugbydame gehört.

Und mit diesem ersten Try und Mördertackle ist die weitere sportliche Laufbahn ja schon vorgekennzeichnet: 1. Liga!
Aber nicht irgendein Verein - Nein! Wenn schon, dann gehts nur zur erfolgreichsten Abteilung von St. Pauli! - kleiner Wink zu Frank-Rock!

Unter anderem im Team der Rugbeez spielen Super-K und Serenity Highsmith, deren Blog sich sogar speziell um das pendat des Monsterblocks dreht, den Hard Tackle - und das auch noch "sportlich wie verbal!"

So, once again, the day is saved, thanks to .......Webb Ellis!

星期三, 七月 26, 2006

Blau, verbrannt und Aua!

Wie mensch vielleicht bei regelmäßiger Lektüre meines Blogs schon bemerkt hat, bin ich ein großer Fan von Urlaub. Dieser muß aber nicht immer gleich irgendwo weit weg sein, oder gar gleich für mehrer Wochen dauern, nein, manchmal langt es mir auch, einfach nur ein Wochenende, bzw. dieses auch gern ein wenig verlängert zu verreisen. So auch das vergangene Wochenende, wo ich mich vom harten Studialltag entspannt habe, mit lecker Essen, lecker Bier, lecker Poker und lecker Wildwasserrutsche!
Freitags ging es schon los: Kaum angekommen, nichts wie ab auf die Wildwasserrutsche - zugegeben, alles noch ganz friedlich. Samstags wurde es dann aber schon ein wenig wilder, denn einfach nur die Wildwasserrutsche runter ist ja langweilig, dann doch lieber rennen machen, wer am schnellsten diese Strecke bewältigt. Sonntag und Montag dann, das selbe bild: Ein Pulk an Menschen bahnt sich rennend, schwimmend, schupsend und schiebend den Weg zum Ende der Bahn, nur um da noch einmal im Knubbel über den letzten Hubbel zu rutschen und dann einfach mal die Arme nach oben reißen und "Erster" schreien.
Das ganze war schon sehr großartig, nur daß sich die Sammlung der Blauen Flecken und Verbrennungen dadurch nicht gerade dezimierte, sondern im Gegenteil, mit jedem rennen fröhlich wuchs. Beliebte Orte sich Blaue Flecken zu holen, waren zum Beispiel die Hüften. Knie und Ellenbogen waren eher für Verbrennungen prädestiniert. Ab und an schlug auch mal ein Kopf irgendwo an, und diverse Quetschungen gab es auch, und das nicht nur bei uns - sorry nochmal. Dazu kam noch eine kleine Schnittwunde am Fuß, und ein behandelnswürdiger Schnitt an einem großen Zeh.
Wenn das nicht Urlaub ist, was dann. Das Beste an der ganzen Sache ist allerdings, daß wir eben diese Verletzungen alle mit nach Hause nehmen durften, und so haben wir auch die nächsten Tage noch was von unserem Trip auf die Wildwasserrutsche!
Und somit wäre auch die nächste bunte Woche gerettet, dank sei ...... der Wildwasserrutsche!